Schaufensterkrankheit (pAVK) – Schmerzen beim Gehen – Ihr Facharzt in Wien
Schaufensterkrankheit (pAVK)
Die sogenannte Schaufensterkrankheit ist eine Durchblutungsstörung der Beine. Der medizinische Fachbegriff lautet periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Dabei werden die Beinarterien durch Verengungen oder Verschlüsse nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Typisch sind Schmerzen beim Gehen, die in Ruhe rasch nachlassen.
Was bedeutet „Schaufensterkrankheit“?
Durch Ablagerungen in den Gefäßwänden (Arteriosklerose, auch „Gefäßverkalkung“) verengen sich die Arterien. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff in die Muskulatur.
Der Name „Schaufensterkrankheit“ kommt daher, dass Betroffene beim Gehen immer wieder stehen bleiben müssen – scheinbar, um sich ein Schaufenster anzusehen. Tatsächlich zwingen Schmerzen, meist in den Waden, zu diesen Pausen.
In späteren Stadien können die Schmerzen auch in Ruhe auftreten. Ohne Behandlung drohen schlecht heilende Wunden, Gewebeschäden und im schlimmsten Fall der Verlust der betroffenen Extremität.
Was sind die Ursachen und Risikofaktoren?
Häufigste Ursache ist die Arteriosklerose. Dabei lagern sich Fett, Kalk und Bindegewebe in den Gefäßen ab und verengen sie.
Wichtige Risikofaktoren sind:
- Rauchen
- Diabetes (Zuckerkrankheit)
- Bluthochdruck
- erhöhte Cholesterinwerte
- höheres Lebensalter
Oft sind auch andere Gefäße im Körper betroffen, zum Beispiel die Herzkranzgefäße oder die Halsschlagadern. In seltenen Fällen können auch Veränderungen an der Bauchschlagader (z. B. eine sogenannte Korallenriffaorta) die Durchblutung der Beine zusätzlich verschlechtern.
Welche Beschwerden treten auf?
Das häufigste Symptom sind belastungsabhängige Schmerzen beim Gehen, meist in den Waden. Diese verschwinden nach kurzer Pause wieder. Weitere mögliche Anzeichen sind kalte Füße, verminderte Belastbarkeit und schlecht heilende Wunden an Füßen oder Zehen.
In fortgeschrittenen Stadien kommt es zu Schmerzen auch in Ruhe, zu chronischen Wunden, die nicht mehr heilen, und zum Absterben von Gewebe.
Wie stellt der Facharzt eine Diagnose?
Zunächst erfolgt ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung. Dabei tastet der Arzt die Pulse an verschiedenen Stellen des Beins.
Wichtige Untersuchungen sind:
- Knöchel-Arm-Index (ABI): Vergleich des Blutdrucks am Arm und am Knöchel
- Ultraschall (Duplexsonographie): Darstellung der Gefäße und möglicher Engstellen
Bei Bedarf kommen weitere bildgebende Verfahren wie CT- oder MR-Angiographie zum Einsatz.
Meine Leistungen für Sie
Behandlungsmethoden:
- Konservative Therapie mit Gehtraining, Ernährung, und Medikamenten
- Minimal-invasive Katheterverfahren (Ballondilatation, Stentimplantation)*
- Operative Rekonstruktionen und Bypass-Operationen
Was bedeutet das für Sie?
- Eingriffsdauer: Katheterverfahren meist 1–2 Stunden
- Klinikaufenthalt: häufig wenige Tage, je nach Verfahren
- Nachsorge: regelmäßige Gefäßkontrollen und konsequente Risikofaktor-Therapie
* Endovaskuläre Eingriffe führe ich in enger Zusammenarbeit mit Radiologen durch.
Behandlungsmöglichkeiten
Ziel der Therapie ist es, die Durchblutung zu verbessern, Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.
1. Konservative Behandlung (frühe Stadien):
- regelmäßiges Gehtraining
- Rauchstopp
- konsequente Behandlung der Risikofaktoren
- Medikamente zur Blutverdünnung und Gefäßprotektion
2. Minimal-invasive (endovaskuläre) Therapie:
- Aufdehnung der Gefäßverengung mit einem Ballonkatheter
- ggf. Einsetzen eines Stents zur Stabilisierung
- meist nur kurzer Krankenhausaufenthalt
3. Operation:
- Bei ausgeprägten oder langen Verschlüssen können z.B. eine Ausschälung und Erweiterung der Leistenschlagader oder eine Bypass-Operation zur Umgehung der Engstelle notwendig sein.
4. Hybrid-Operation:
- Oftmals ist eine Kombination aus minimal-invasiven und operativen Methoden sinnvoll, diese erfolgt in einem speziell dafür ausgestatteten Operationssaal.
Wichtig: Die Schaufensterkrankheit betrifft nicht nur die Beine, sondern ist Ausdruck einer allgemeinen Gefäßerkrankung im ganzen Körper. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung können helfen, schwere Komplikationen zu vermeiden.
