Erkrankung der Halsschlagader – Vorsorge und Therapie in Wien

Verengung der Halsschlagader (Carotis-Stenose)

Carotis-Stenosen sind krankhafte Verengungen der Halsschlagadern, jener Arterien, die das Gehirn mit Blut versorgen. Sie entstehen meist durch Ablagerungen in den Gefäßwänden. Viele Betroffene spüren davon lange Zeit nichts. Gefährlich wird es, wenn sich Anteile dieser Einengungen lösen und ins Gehirn gelangen oder die Durchblutung zu stark eingeschränkt wird. Es kommt zu einem Schlaganfall.

Was ist eine Carotis-Stenose?

Bei einer Carotis-Stenose verengt sich die Halsschlagader (Carotis) durch Ablagerungen, medizinisch Atherosklerose, im Alltag oft „Gefäßverkalkung“ genannt. Dadurch wird der Blutfluss zum Gehirn eingeschränkt und es können sich Ablagerungen lösen und die Gefäße verstopfen. Verengungen der Halsschlagader gehören zu den zerebralen arteriellen Verschlusskrankheiten (cAVK) und gehören zu den häufigsten Ursachen für Schlaganfälle.

Was sind die Risikofaktoren und Ursachen?

Die häufigste Ursache ist die Atherosklerose. Dabei lagern sich Fette, Kalk und Bindegewebe in der Gefäßwand ab. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter, Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Wichtige Risikofaktoren sind Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhte Cholesterinwerte und eine familiäre Vorbelastung.

Welche Symptome können auftreten?

Viele Carotis-Stenosen bleiben lange unbemerkt und werden zufällig entdeckt. Warnzeichen sind vorübergehende Durchblutungsstörungen des Gehirns (TIA = transitorisch ischämische Attacke) mit Symptomen wie Sehstörungen, Sprachproblemen oder Lähmungs- oder Taubheitsgefühle auf einer Körperseite. Das größte Risiko ist der Schlaganfall, wenn diese Beschwerden nicht mehr verschwinden.

Wie stellt der Facharzt eine Diagnose?

Die wichtigste Untersuchung ist die Ultraschall-Duplexsonographie der Halsgefäße. Falls ein genaueres Bild erforderlich ist, wird in der Regel eine CT- oder MR-Angiographie durchgeführt. Auf dieser Grundlage entscheidet der Gefäßchirurg, ob eine engmaschige Kontrolle genügt oder eine Behandlung notwendig ist.

Meine Leistungen für Sie

Behandlungsmethoden:

  • Offene Operation (Carotis-Thrombendarteriektomie mit Patch, Eversionsendarteriektomie)
  • Endovaskuläre Stentimplantation*
  • Konservative Therapie mit engmaschiger Ultraschallkontrolle

Was bedeutet das für Sie?

  • Eingriffsdauer: Operation ca. 1–2 Stunden
  • Klinikaufenthalt: in der Regel wenige Tage
  • Nachsorge: lebenslange Gefäßschutz-Therapie (Blutverdünnung, Cholesterinsenkung, Blutdruckeinstellung) und regelmäßige Ultraschallkontrollen

* Endovaskuläre Eingriffe führe ich in enger Zusammenarbeit mit Radiologen durch.

Therapie in der Gefäßchirurgie

Mit der Behandlung soll das Risiko für einen Schlaganfall deutlich verringert werden. Welche Methode zur Anwendung kommt, richtet sich nach dem Ausmaß der Verengung, den Beschwerden und den individuellen Begleiterkrankungen.

  • Offene Operation (Carotis-Thrombendarteriektomie, Eversionsendarteriektomie):
    Dabei wird die Halsschlagader chirurgisch eröffnet, die Ablagerungen werden sorgfältig entfernt und das Gefäß anschließend wieder rekonstruiert. Diese bewährten Verfahren werden seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt, um Schlaganfälle zu verhindern.
  • Endovaskuläre Behandlung (Carotis-Stenting, minimal-invasiv):

    Über einen Katheter wird ein Stent in die Halsschlagader eingebracht, der die Engstelle aufdehnt und das Gefäß stabilisiert. Diese Methode gilt als schonend, eignet sich jedoch nicht für alle Patienten gleichermaßen.
  • Konservative Behandlung:
    Bei leichteren Verengungen reicht oft eine medikamentöse Therapie mit Blutverdünnern, Cholesterinsenkern und Blutdruckeinstellung. Ergänzend erfolgen regelmäßige Ultraschallkontrollen, um den Verlauf zu überwachen.

Wichtig: Unbehandelte Verengungen der Halsschlagader gehören zu den wichtigsten Ursachen für Schlaganfälle. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine rechtzeitige Therapie können das Risiko entscheidend senken.

Häufige Fragen zu Carotis-Stenosen

Was ist der Unterschied zwischen Atherosklerose und Arteriosklerose?

Atherosklerose beschreibt die Ablagerungen in den Gefäßwänden, die zu einer Verengung führen. Arteriosklerose ist der allgemeinere Begriff für „Gefäßverkalkung“. Beide spielen bei der Entstehung einer Carotis-Stenose eine zentrale Rolle.

Wie merke ich, ob meine Halsschlagader verengt ist?

Oft gibt es keine spürbaren Beschwerden. Warnzeichen können Sehstörungen, Sprachprobleme oder Taubheitsgefühle sein. Treten diese plötzlich auf, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Wie hoch ist das Schlaganfallrisiko bei einer Verengung der Halsschlagader?

Das Risiko hängt von der Schwere der Verengung, dem Aufbau der Ablagerungen und den individuellen Begleiterkrankungen ab. Je ausgeprägter die Stenose, desto höher ist die Gefahr eines Schlaganfalls.

Wie hoch ist das Schlaganfallrisiko bei einer Carotis-Stenose?

Das Risiko hängt von der Schwere der Verengung und den individuellen Begleiterkrankungen ab. Je ausgeprägter die Stenose, desto höher ist die Gefahr eines Schlaganfalls.

Welche Untersuchungen sind notwendig?

Die wichtigste Untersuchung ist der Ultraschall (Duplexsonographie) der Halsgefäße. Ergänzend können CT- oder MR-Angiographien eingesetzt werden, um die Engstelle exakt darzustellen.

Wann ist eine Operation bei Carotis-Stenose nötig?

Ob operiert werden sollte, hängt von der Stärke der Verengung, möglichen Beschwerden und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Ab einer gewissen Engstelle kann eine Operation oder ein Stent das Schlaganfallrisiko deutlich senken.

Wie läuft eine Operation der Halsschlagader ab?

Bei der Operation werden die Ablagerungen aus der Halsschlagader entfernt und das Gefäß wiederhergestellt. Der Eingriff dauert etwa 1–2 Stunden und erfordert einen kurzen Klinikaufenthalt.

Kann ich einer Carotis-Stenose vorbeugen?

Ja. Ein gesunder Lebensstil mit Rauchstopp, ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Kontrolle von Blutdruck, Cholesterin und Diabetes reduziert das Risiko erheblich.