Krampfadern behandeln und entfernen – Gefäßchirurgie in Wien

Krampfaderleiden (Varikose)

Krampfadern sind dauerhaft erweiterte, geschlängelte Venen, die vor allem an den Beinen auftreten. Ursache ist eine Schwäche der Venenwände und der Venenklappen, wodurch das Blut nicht mehr richtig zum Herzen zurückfließt. Anfangs sind Krampfadern oft nur ein kosmetisches Problem, können jedoch im Laufe der Zeit zu Beschwerden und ernsthaften Folgeerkrankungen führen.

Was sind Krampfadern?

Krampfadern – medizinisch Varizen – gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Beinvenen. Sie entwickeln sich meist durch eine chronischen Venenschwäche. Schließen die Venenklappen nicht mehr vollständig, fließt das Blut durch die Schwerkraft zurück und staut sich in den oberflächlichen Beinvenen. Dadurch erweitern sich die Venen dauerhaft, werden sichtbar und verlieren an Elastizität. Bleibt dieser Rückstau unbehandelt, kann sich eine chronisch venöse Insuffizienz (CVI) entwickeln. Dabei wird das umliegende Gewebe geschädigt. Mögliche Folgen einer chronisch venösen Insuffizienz sind Hautveränderungen, Verhärtungen des Gewebes, Verfärbungen und schlecht heilende Wunden an den Unterschenkeln (Ulcus cruris).

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren?

Mehrere Faktoren könne die Entwicklung von Krampfadern begünstigen:

  • erbliche Veranlagung
  • Bewegungsmangel, langes Stehen oder Sitzen
  • Übergewicht
  • hormonelle Einflüsse (z. B. Schwangerschaft)
  • zunehmendes Alter
  • Bindegewebsschwäche
  • vorangegangene Thrombosen

Oft kommen mehrere Faktoren zusammen.

Welche Symptome können auftreten?

Krampfadern verursachen nicht immer Beschwerden, sind aber oft sichtbar als geschlängelte, bläulich-violette Venen an den Beinen.

Häufige Symptome, die oft langsam zunehmen sind:

  • Spannungs- und Schweregefühl in den Beinen,
  • Schwellungen an den Knöcheln,
  • nächtliche Wadenkrämpfe,
  • Juckreiz oder Hautveränderungen

Im fortgeschrittenen Stadium können Entzündungen oder schlecht heilende Wunden entstehen – Zeichen einer chronisch venösen Insuffizienz.

Wie stellt der Facharzt eine Diagnose?

Die Untersuchung beginnt mit einer körperlichen Inspektion und Abtasten der Beinvenen.
Zur genaueren Beurteilung des Venensystems wird eine Duplexsonographie (Ultraschall) durchgeführt. Sie zeigt, ob die Venenklappen richtig funktionieren und wo sich der Blutfluss staut. Diese Informationen sind entscheidend, um die passende Therapieform zu wählen.

Meine Leistungen für Sie

Behandlungsmethoden:

  • Konservative Therapie mit Kompression und Verlaufskontrolle
  • Verödungsbehandlungen (Sklerosierung), nur in Verbindung mit anderen Therapien
  • Minimal-invasive Laser- oder Radiofrequenzverfahren
  • Operative Entfernung (Stripping, Miniphlebektomie)

Was bedeutet das für Sie?

  • Eingriffsdauer: je nach Methode ca. 30–90 Minuten
  • Aufenthaltsdauer: je nach Ausdehnung ambulant oder 1 Nacht stationär
  • Erholungszeit: wenige Tage bis zur Wiederaufnahme normaler Alltagsaktivitäten
  • Nachsorge: Tragen von Kompressionsstrümpfen für 2 Wochen und regelmäßige Kontrollen

Behandlungsmöglichkeiten in der Gefäßchirurgie

Die Krampfadern-Behandlung soll den venösen Rückfluss verbessern, Beschwerden lindern und Folgeerkrankungen verhindern. Welche Methode zum Einsatz kommt, richtet sich nach dem Ausmaß und dem Verlauf der Erkrankung.

  • Konservative Maßnahmen:
    Druck von außen durch Kompressionsstrümpfe unterstützt den Rückfluss des Blutes und lindert die Beschwerden. Ergänzend sind Bewegung, Venengymnastik und Gewichtsreduktion wichtig.
  • Verödung (Sklerosierung):

    Dabei wird ein Verödungsmittel direkt in die erkrankte Vene gespritzt. Es verklebt die Venenwand, sodass sich die Vene verschließt und vom Körper abgebaut wird. Dieses Verfahren eignet sich lediglich für kleinere Krampfadern und ist üblicherweise nur zusätzlich zu anderen Verfahren sinnvoll einsetzbar.
  • Thermische Verfahren (z. B. Laser oder Radiofrequenz):
    Über einen dünnen Katheter wird die betroffene Vene von innen erhitzt und verschlossen. Die Vene verbleibt im Bein, wird aber vom Körper mit der Zeit abgebaut. Der Eingriff ist minimal-invasiv und erfolgt in der Regel ambulant.
  • Operative Entfernung (Stripping, Phlebektomie und Perforansligatur):
    Bei ausgeprägten Krampfadern können erkrankte Stammvenen mit der sogenannten Stripping-Methode über kleine Hautschnitte herausgezogen werden. Dieses bewährte Verfahren wird vor allem bei größeren Stammvenen angewendet.

Wichtig: Krampfadern sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Unbehandelt können sie zu einer chronisch venösen Insuffizienz führen und Komplikationen wie Hautentzündungen, Blutungen oder schlecht heilende Wunden verursachen. Eine frühzeitige Untersuchung und Behandlung schützen vor Folgeschäden.

Häufige Fragen zu Krampfadern

Sind Krampfadern gefährlich?

Anfangs sind sie meist harmlos, können aber unbehandelt zu Hautentzündungen, Blutungen oder offenen Wunden führen.

Woran erkenne ich Krampfadern?

Typisch sind geschlängelte, bläuliche Venen an den Beinen, oft begleitet von Schweregefühl, Schwellungen oder Wadenkrämpfen.

Was ist der Unterschied zwischen Krampfadern und chronisch venöser Insuffizienz (CVI)?

Krampfadern sind sichtbar erweiterte oberflächliche Venen, die CVI beschreibt Haut- und Gewebeschädiung, die durch lange bestehende Krampfadern entstehen können.

Wann sollten Krampfadern behandelt werden?

Wenn Beschwerden auftreten oder Hautveränderungen sichtbar werden, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Wie lassen sich Krampfadern behandeln?

Je nach Befund mit Kompression, Verödung, Laser- oder Radiofrequenztherapie oder durch operative Entfernung.

Kann man Krampfadern ohne Operation behandeln?

Ja, kleinere Krampfadern lassen sich konservativ mit Kompression oder durch Verödung behandeln.

Kommen Krampfadern nach einer Behandlung wieder?

Es können sich neue Krampfadern bilden, deshalb sind Nachkontrollen und vorbeugende Maßnahmen wichtig.