Aneurysmen der Aorta – Ihr Facharzt für Gefäßerkrankungen in Wien

Aneurysmen

Aneurysmen sind krankhafte Aussackungen von Arterien, die durch eine Schwäche der Gefäßwand verursacht werden. Meist merken Patientinnen und Patienten davon lange nichts, da Aneurysmen oft keine Beschwerden verursachen. Gefährlich wird es, wenn es zu Schmerzen, Durchblutungsstörungen oder gar einem Riss der Gefäßwand kommt.

Was ist ein Aneurysma und welche Arten gibt es?

Aneurysmen finden sich häufig in der Hauptschlagader (Aorta). Ein Aortenaneurysma ist eine krankhafte Ausbuchtung der Aorta, die in der Brust (thorakale Aorta) und im Bauch (Bauchaorta) auftreten kann. Daneben gibt es auch Aneurysmen anderer Arterien, z. B. der Beinarterien (wie der Poplitealarterie in der Kniekehle) oder der Eingeweidearterien (Viszeralarterien), die innere Organe versorgen.

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren?

Ein Aneurysma entsteht durch eine Schwächung der Gefäßwand, die verschiedene Ursachen haben kann. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, und Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Besonders stark begünstigt wird die Entstehung durch Rauchen, Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) und Bluthochdruck. Seltener sind erbliche Bindegewebserkrankungen wie das Marfan- oder Ehlers-Danlos-Syndrom die Ursache.

Welche Symptome können auftreten?


Die meisten Aneurysmen verursachen keine Beschwerden und werden zufällig bei einer Ultraschall- oder CT-Untersuchung entdeckt. Wenn sie größer werden, können jedoch Rücken-, Brust- oder Bauchschmerzen auftreten, die bis in die Flanken ausstrahlen können. Reißt ein Aneurysma, kommt es plötzlich zu sehr starken Schmerzen, einem rapiden Blutdruckabfall und Kreislaufversagen – ein lebensbedrohlicher Notfall.

Wie stellt der Facharzt eine Diagnose?

Ein Aneurysma lässt sich oft schon mit einer einfachen Ultraschalluntersuchung (Sonographie) feststellen. Zur genauen Beurteilung von Größe und Lage werden zusätzlich moderne Bildgebungsverfahren wie CT- oder MR-Angiographie eingesetzt. So kann der Gefäßchirurg entscheiden, ob eine Beobachtung ausreicht oder eine Behandlung notwendig ist.

Meine Leistungen für Sie

Behandlungsmethoden:

  • Minimal-invasive Stentgraft-Eingriffe (über Leistenzugänge)*
  • Offene Operationen mit Gefäßprothese
  • Spezialprothesen bei komplexen Aneurysmen*

Was bedeutet das für Sie?

  • Eingriffsdauer: minimal-invasiv ca. 1–2 Stunden, offen 3–5 Stunden
  • Klinikaufenthalt: wenige Tage (Stentgraft) bis 7–10 Tage (offene Operation)
  • Nachsorge: regelmäßige Ultraschall- oder CT-Kontrollen

* Endovaskuläre Eingriffe führe ich in enger Zusammenarbeit mit Radiologen durch.

Therapie in der Gefäßchirurgie

Das Ziel der Behandlung ist es, das Aneurysma vom Blutkreislauf auszuschließen (Aneurysmaexklusion) und so einen Riss zu verhindern. Welche Therapie am besten geeignet ist, hängt von der Größe, der Lage und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin bzw. des Patienten ab.

  • Offene Operation:
    Dabei wird der erkrankte Abschnitt des betroffenen Gefäßes freigelegt, entfernt und durch eine Gefäßprothese aus eigener Vene oder aus Kunststoff ersetzt. Diese Methode ist seit Jahrzehnten bewährt und sehr dauerhaft, erfordert aber einen größeren Eingriff und eine längere Erholungszeit.
  • Endovaskuläre Behandlung (minimalinvasiv):

    Vor allem bei der Hauptschlagader können über die Leistenschlagader Stentgrafts (Kunststoffrohre mit Metallstreben) bis in das Aneurysma vorgeschoben werden. Auf diese Weise kann die erweiterte Stelle von innen ausgeschaltet werden. Die Stentgrafts überbrücken die Gefäßausweitung von innen, sodass kein Blutdruck mehr auf die geschwächte Wand wirkt. Dieses Verfahren ist schonender, da keine große Operation nötig ist. Allerdings eignet es sich nicht für alle Aneurysmen – die Gefäßform und Gefäßlage sind entscheidend. Zudem müssen Stentgrafts öfter nachkontrolliert werden. Bei anderen Aneurysmenarten kann auch die Ausschaltung durch Verschluss des Gefäßes (z.B. durch sogenannte Coils) oder eine Kombination verschiedener Methoden zum Einsatz kommen.
  • Konservative Behandlung:
    Kleine Aneurysmen, die noch kein akutes Risiko darstellen, werden engmaschig mit Ultraschall oder CT-Angiographie überwacht. Zusätzlich sind eine gute Blutdruckeinstellung, der Verzicht auf Nikotin, geeignete Medikamente und eine gesunde Lebensweise wichtige Bausteine. So lässt sich das Fortschreiten häufig verlangsamen und eine Operation hinauszögern.

    Wichtig: Sowohl ein Aneurysma der Aorta als auch der Eingeweide- oder Beinarterien (z. B. in der Kniekehle) können lebensgefährlich werden. Deshalb sind eine frühzeitige Diagnose und rechtzeitige Behandlung entscheidend.

    Häufige Fragen zu Aneurysmen

    Wie gefährlich ist ein Aneurysma?

    Ein Aneurysma kann lange unbemerkt bleiben. Gefährlich wird es, wenn es reißt (Ruptur) – das ist ein lebensbedrohlicher Notfall.

    Woran merke ich, dass ich ein Aneurysma habe?

    Die meisten Aneurysmen verursachen keine Beschwerden. Warnzeichen können Rücken-, Brust- oder Bauchschmerzen oder ein pulsierender Knoten in der Kniekehle sein. Sicherheit bringt nur eine Ultraschall- oder CT-Untersuchung.

    Wann muss ein Aneurysma operiert werden?

    Das hängt von Größe, Lage und Form des Aneurysmas sowie vom allgemeinen Gesundheitszustand ab. Kleine Aneurysmen können oft zunächst kontrolliert werden.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Je nach Befund kommen eine offene Operation mit Gefäßersatz bzw. -umgehung oder ein minimal-invasiver Stentgraft-Eingriff infrage. Bei kleineren Aneurysmen reicht manchmal eine konservative Behandlung mit Kontrollen und Medikamenten.

    Wie läuft eine Stentgraft-Behandlung ab?

    Über die Leistenschlagader wird ein Röhrchen (Stentgraft) in das Aneurysma vorgeschoben und dort verankert. So wird die geschwächte Gefäßwand von innen entlastet, ohne dass eine große Operation nötig ist. Offene Operation: Über einen mittigen Schnitt im Bauch wird die Aorta erreicht und das kranke Segment durch eine Gefäßprothese ersetzt. Damit verbleibt nur belastbares Material im Blutstrom, welches den Belastungen gewachsen ist.

    Wie lange dauert der Aufenthalt im Krankenhaus?

    Nach einem Stentgraft-Eingriff sind es meist nur wenige Tage, nach einer offenen Operation etwa 7–10 Tage.

    Wie sieht die Nachsorge nach einer Aneurymen-Behandlung aus?

    Nach Entlassung sind bei Stentgrafts CT-Untersuchungen alle 6–12 Monate notwendig. Nach offenen Operationen wird meist nach einem Jahr, in weitere Folge jedoch in deutlich größeren Abständen kontrolliert.